Plakat Dez 19

Münsterkonzert mit Liszt und Rheinberger

Im diesjährigen adventlichen Münsterkonzert von Domchor und Domkapelle am 2. Adventssonntag, 8. Dezember 2019 um 17:00 Uhr im Freiburger Münster, erklingen zwei groß besetzte Werke der deutschen Romantik.
Franz Liszt komponierte den 13. Psalm („Herr, wie lange willst du meiner so gar vergessen?“) für Solotenor, Chor und Orchester; die Uraufführung 1855 in Berlin brachte mit Les Préludes, Tasso und dem 1. Klavierkonzert Es-Dur weitere Werke von Liszt, die jedoch wesentlich populärer wurden als sein 13. Psalm. Dennoch ist diese Psalmvertonung eines der „großartigsten und zugleich berührendsten Chorstücke Liszts“ (J. Guillou). Die anspruchsvolle Solotenorpartie verlangt einen dramatischen Tenor im Wagnerfach, der zugleich die lyrischen Passagen darstellen kann. Die Chorpartie besticht durch geschickte Teilungen und große emotionale Bandbreite.
Während Franz Liszt als „Vorkämpfer“ der modernen „neudeutschen“ Schule in der deutschen Romantik gilt, deren Gipfel in Richard Wagner zu sehen ist, vertritt Joseph Rheinberger eher den konservativen Flügel. Sein weihnachtliches Oratorium „Der Stern von Bethlehem“, komponiert auf den Text seiner Frau Franziska von Hoffnaaß, vermittelt Stimmung und Wärme einer alpenländischen Weihnacht und rührt den Hörer mit ungekünstelter, im besten Sinne kindlich empfundener Darstellung des Weihnachtsgeheimnisses. Eine Aufführung seines „Stern“ hat Rheinberger nie erlebt, da das Werk für ihn emotional zu sehr mit dem Tod seiner Frau in Verbindung stand.
Unter der Leitung von Boris Böhmann singen und spielen der Freiburger Domchor, die Freiburger Domkapelle und das Philharmonische Orchester Freiburg. Als Solisten wirken Maraile Lichdi (Sopran), Clemens Bieber (Tenor) und Wolfgang Newerla (Bariton).

Karten im Vorverkauf zu 15,- bis 40,- € (Ermäßigung für aktive Mitglieder der Freiburger Dommusik, „Freunde der Freiburger Dommusik e.V.“, Schüler, Studenten, Menschen mit Behinderung, Rentner) bei BZ Ticket, Kaiser-Joseph-Straße 229, Tel. 0761-4968888 oder unter www.reservix.de; Abendkasse ab 16:00 Uhr in der Domsingschule, Münsterplatz 10.

Plakat Kindermusical

Der Aufbauchor der Mädchenkantorei am Freiburger Münster führt am Samstag, 23. November 2019 um 16 Uhr das Kindermusical „Was willst du hier?“ des Freiburger Komponisten Otfried Büsing auf. Die Texte wurden von Pfarrer Andreas Hansen verfasst. Inhaltlich geht es um die alttestamentliche Geschichte von Ruth, die in die heutige Zeit übertragen wird: Es geht um Vorurteile und Fremdsein und um Toleranz, Respekt und Freundschaft. Weitere Ausführende sind Otfried Büsing, Klavier und Sonja Wüster, Flöte. Leitung: Martina van Lengerich

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Plakat

Die Domsingknaben, die Domkapelle und ein Ensemble der Musikhochschule gestalten am 24. Januar 2020 um 20:00 Uhr ein Geistliches Konzert im Münster im Rahmen der Tagung „GottesKlänge – Freiburger Kirchenmusikalische Tagung“ (Lehrstuhl für Dogmatik und Liturgiewissenschaft der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg/Arbeitsstelle Liturgie, Musik und Kultur; Institut für Kirchenmusik der Hochschule für Musik Freiburg; Katholische Akademie Freiburg; Freiburger Dommusik).

 

 

 

Münsterkonzert 2019 Ingmar Zimmermann

Am Sonntag, 20. 10. 2019 führte die Mädchenkantorei in ihrem diesjährigen Münsterkonzert unter dem Motto „…von der Gegenwart Gottes“ vor einem begeisterten Publikum A-Cappella-Werke von Kim André Arnesen, Ola Gjeilo, Knut Nystedt und Ēriks Ešenvalds sowie die „Trois petites Liturgies de la Présence divine“ des bedeutenden französischen Komponisten Olivier Messiaen für Klavier, Onde Martenot, Celesta, Vibraphon, Schlagwerk und Orchester auf. Den anspruchsvollen Klavierpart übernahm Alfonso Gómez. Weitere Ausführende: Fabienne Martin, Onde Martenot; Hee-Jung Min, Celesta; Nanae Kubo, Vibraphon. Konzertmeisterin des Freiburger Münsterorchesters und Solovioline, Myvanwy Penny. Chorsolistinnen: Hildegard Hageböck, Anna Zimmermann und Heidegun Hofert. Die Leitung hatte Domkantorin Martina van Lengerich.
(Foto: Ingmar Zimmermann)

siehe auch Beitrag der Badischen Zeitung vom 22.10.2019

 

Freiburger Domchor inspiziert Oberschwäbischen Barockstraße

Getreu dem Motto: Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah ging die diesjährige Chorfahrt des Freiburger Domchores in die nahe gelegene Nachbarschaft, um die kulturträchtige Landschaft Oberschwabens zu erkunden. Mit dem Satz: „Fünf Klöster und die schönste Dorfkirche der Welt“ könnte man die Fahrt auf den kürzesten Nenner bringen, würde aber der Vielfallt des Gesehenen und Erlebten keinesfalls gerecht werden. Die Benediktinerabtei des Kloster Beuron im oberen Donautal war das Ziel am Tag der Deutschen Einheit, wo der Chor zusammen mit den Mönchen der Abtei das Konventamt musikalisch mitgestaltete und man in Ruhe und Beschaulichkeit die landschaftliche Schönheit des oberen  Donautals genießen konnte.

Danach ging die Fahrt der jungen Donau entlang nach Obermarchtal, wo man in einer fundierten Führung erfuhr, dass die frühbarocke Klosterkirche im Stil der „Vorarlberger Schule“ für viele Sakralbauten als Vorbild diente. Beeindruckend war die gesamte Klosteranlage mit seiner barocken Kirche, was im gleichen Maße auch für das Kloster Zwiefalten gilt. Dort gestaltete der Chor unter der Leitung seines Dirigenten, Prof. Boris Böhmann, einen Abendgottesdienst musikalisch mit dem lateinisch gesungenen Introitus, sowie vierstimmigen Chorsätzen von H.L. Hassler, Giovanni Croce und Felix Mendelssohn-Bartholdy, bevor der erlebnisreiche Tag mit der Fahrt zum Kloster der Franziskanerinnen von Siessen endete, wo sich die Sängerinnen und Sänger für zwei Tage einquartierten.

Dorfkirche Steinhausen Hartmut Kirchem kl

Dorfkirche Steinhausen; Foto: Hartmut Kirchem

Die „schönste Dorfkirche der Welt“ im Wallfahrtsort Steinhausen war das erste Ziel des folgenden Tages. Dieses barocke Kleinod inmitten einer ursprünglich kaum bewohnten ländlichen Gegend beeindruckte mit seiner wohl einmaligen stilistischen Ausgewogenheit und Schönheit, das vom jungen Baumeister Dominikus Zimmermann und seinem Bruder Johann Baptist Zimmermann erbaut wurde. Nach einer interessanten Führung und Besichtigung einer seit Generationen bestehenden Mühle mit Erklärung vieler unbekannten Details zur Herstellung von Mehl und deren vielfältigen Sorten, wurde das früher sehr bedeutende Kloster Bad Schussenried anvisiert, das wie auch die Klöster Obermarchtal und Zwiefalten nach der Säkularisierung geschlossen bzw. anderen profanen Zwecken zugeführt wurde. Bei der Führung dieser umfangreichen schlossartigen Anlage mit seiner sehr beachtlichen Bibliothek, die heute häufig als repräsentativer Konzertsaal dient, erfuhr man auch, dass der Komponist Conradin Kreutzer, als gebürtiger Oberschwabe nach seiner schulischen Bildung im Kloster Zwiefalten nach Bad Schussenried in die damalige Klosterschule wechselte, wo auch seine ersten Kompositionen aufgeführt wurden.

Bibliothek Bad Schussenried Hartmut Kirchem kl

Bibliothek Bad Schussenried; Foto: Hartmut Kirchem 

Mit der musikalischen Gestaltung des Sonntagsgottesdienstes in der barocken Klosterkirche des Klosters Siessen verabschiedeten sich die Teilnehmer dieser kulturüberreichen Chorfahrt von den Schwestern des Kloster Siessen nach einem dort eingenommenen schmackhaften Mittagsmahl. Als letztes – nicht vorgesehenes – Ziel und ergänzend zur genossenen barocken Pracht wurde noch ein kurzer Halt beim Kloster Heilig-Kreuz-Tal ins Programm genommen, wo man die Strenge und Abgeschiedenheit des Zisterzienserordens mit seiner im gotischen Stil erbauten Klosterkirche in sich aufnehmen konnte.

Josef Walz



       

 

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So 17.11 10:00-
Kapitelsamt
Sa 23.11 16:00-
Aufführung Kindermusical
So 24.11 10:00-
Kapitelsamt
Di 26.11 18:30-
Pontifikalamt
So 01.12 10:00-
Pontifikalamt
Sa 07.12 16:00-
Konzert mit Lesung, Badenweiler
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Kapitelsamt
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Münsterkonzert
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