Fremde Kultur und Naturgewalten – die Freiburger Domsingknaben in Japan
 
Drei spannende Wochen liegen hinter den Freiburger Domsingknaben. Vom 16. August bis zum 5. September waren die 64 Sänger unter Leitung von Domkapellmeister Prof. Boris Böhmann im südwestlichen Japan unterwegs. In 18 Konzerten und Gottesdiensten trugen sie ihre Musikkultur in den fernöstlichen Inselstaat. Zugleich tauchten sie, vor allem beim Aufenthalt in Gastfamilien, tief in die japanische Kultur ein.

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Dazu trugen auch mehrere gemeinsame Konzerte mit lokalen Jugend- und Schulchören bei.

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Auffällig war die allgegenwärtige Reinlichkeit: Straßen und Plätze sind frei von Abfall, und öffentliche Toiletten sind zahlreich, kostenlos und sauber.
Neben den Konzerten und Gottesdiensten gab es musikalisch umrahmte Besuche bei den Ministerpräsidenten der Präfekturen Oita und Hiroshima sowie bei den Oberbürgermeistern von Matsuyama, Kure und Hiroshima. Erste Höhepunkte waren am 18. August das Konzert in der Universität von Fukuoka und tags darauf das Pontifikalamt in der Kathedrale, wo die Sänger von der versammelten Gemeinde inklusive Bischof Dominicus Miyahara mit Applaus empfangen wurden, noch ehe sie einen Ton gesungen hatten. Die dem Gottesdienst folgende aufwendige Bewirtung war der erste von zahlreichen weiteren Beweise für die überwältigende japanische Gastfreundschaft.

Fukuoka Bischof
Besonders eindrücklich war der Besuch im Friedenspark von Hiroshima. Nach dem Besuch des Museums legten die Domsingknaben an der Gedenkstätte ein Blumengebinde nieder und sangen zwei Werke von Schütz („Verleih uns Frieden“) und Mendelssohn Bartholdy („Denn er hat seinen Engeln befohlen“). 

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Auch die Gedenkfeier für die Opfer der diesjährigen Überschwemmungskatastrophe auf dem Vorplatz der Burg von Okayama, durch die rasch hereinbrechende Dämmerung besonders stimmungsvoll, wird allen Teilnehmern lange im Gedächtnis bleiben.

Okayama

Während der Reise suchten drei Taifune die Region heim, waren jedoch glücklicherweise nie zur selben Zeit am selben Ort wie die Freiburger Sänger. Dennoch waren ihre Auswirkungen deutlich zu spüren: Der Fährverkehr nach Matsuyama war eingestellt, weswegen ein neunstündiger Umweg über Land nötig war, und in Freiburgs Partnerstadt wurde das Konzert um einen Tag verschoben, was viele potentielle Zuhörer am Kommen hinderte. Dass der Taifun letztlich einen Bogen um Matsuyama machte, war zwar erleichternd, aber auch fast ein bisschen ärgerlich. 

Einige der vom Publikum stets begeistert aufgenommenen Konzerte wurden als Livestream übertragen (https://www.youtube.com/user/DommusikFreiburg), und ein Blog mit zahlreichen Fotos (https://dskjapan2018.wordpress.com/) informierte tagesaktuell über die Reise. 
Christoph Schmider
 
Hier gehts zum Film über die Konzertreise nach Japan von Raphael Zähringer.
 
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